News aus Berlin: Angriff der Schweizer

Nach drei harten Rennabenden, wollten es die Schweizer Fahrer nochmals richtig wissen. Nicht nur Franco Marvulli und Silvan Dillier fuhren mit voller Power in Richtung Tagessieg, sondern auch der Steher Fahrer Mario Birrer attackierte die Top-Cracks.

In einer 45 minütigen Jagd realisierte das Schweizer Team, gemeinsam mit den australischen Weltmeistern Howard/Meyer, einen Rundengewinn und setzten sich dank führendem Punktestand an die Spitze  – trotz Sturz von Silvan Dillier im Ballustradensprint.
Er bemerkte dazu:

«Ich bin nur auf den Händen und den Füssen abgerutscht und habe mich dadurch nicht verletzt.»

Damit waren sie aber nicht die einzigen Schweizer, die an diesem spektakulären Sonntagnachmittag das Rennen für sich entscheiden konnten. Mario Birrer (Photo) nutzte die Gunst der Stunde ebenfalls und übernahm die Spitze, nachdem Timo Scholtz aufgrund eines Missgeschicks die Rolle seines Schrittmachers verlor. Den Sieg brachte Birrer schlussendlich erfolgreich ins Trockene. Damit liegt er im Gesamtklassement nach 4 Renntagen auf dem 2. Rang und damit an guter Position.

An dieser Stelle „Hopp Schwiiz“ und bis bald!!!

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Erster Abend brachte keine Selektionen

Beim Auftakt der Profis setzte das Schweizer Duo Marvulli/ Dillier ein erstes Ausrufezeichen. Silvan Dillier liess seine Schnelligkeit von Beginn weg aufblitzen, womit sich unser Team Nr. 3 punktgleich mit Team 10 (Graf Müller) die Spitzenposition sicherte. Bei den weiteren Disziplinen konnten sie sich ebenfalls in den ersten Positionen platzieren. Weil aber die Konkurrenz auch ein sehr starkes Rennen fuhr, liegen Marvulli/ Dillier aktuell auf dem 4. Rang und haben nur einen Punkt Rückstand auf Platz 2. In Führung liegen Lamparter/ Kluge  – ihr Vorsprung beträgt aber erst 8 Punkte.

Leider gab es auch eine unschöne Szene. Im 1000m-Teamzeitfahren kam der Niederländer Peter Schep bei der Ablösung mit seinem Partner Danny Stam zu Fall. Er stieg zwar wieder aufs Rad, wurde dann aber mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Spital eingeliefert.

Bei den Frauen fuhr Andrea Wolfer im Punktefahren auf den 5. Rang. Weniger gut lief es ihr beim Ausscheidungsfahren, dabei musste sie als 4. die Bahn verlassen und belegt aktuell den 6. Gesamtrang. Auch der Schweizer Steherfahrer Mario Birrer kam mit der Rennbahn auf Anhieb klar und konnte bereits am ersten Abend den 2. Platz ins Trockene fahren. Peter Jürg wurde 4.

Beim UIV-Rennen kann aus Schweizer Sicht ebenfalls viel erwartet werden. Nach dem Gesamtsieg in Bremen gehören Stucki/ Wüst zum engeren Favoritenkreis. Dazu gehört auch Samuel Horstmann, welcher mit seinem deutschen Partner Hesslich in Bremen die Schlussetappe gewann. Doch das russische Duo Savitzskiy/ Ershov war überlegen. Ershov, der Sieger des Punktefahrens beim Weltcup in Peking, konnte seine Klasse ausspielen. So führt das Paar nach Punkten und liegt zusammen mit dem Deutschen Duo Beyer/ Pirius eine Runde voraus. Es folgt das Schweizer Duo Stucki/ Wüst, welches nach Punkten auf Rang 2 liegt, aber eine Runde Rückstand hat. Da noch immer 13 Teams innerhalb einer Runde liegen, ist auch für Samuel Horstmann noch alles offen. Heute Abend um 18°° Uhr wird zur 2. Etappe gestartet.

Gruess Dave

101. Berliner Sechstagerennen

Am 15. März 1909 wurde das erste mal in Berlin ein Sechstagerennen veranstaltet. Ganz nach dem Vorbild, des im New Yorker Madison Square Garden ausgetragenen Radrennens.

In der Ausstellungshalle des Zoologischen Garten fanden sich damals 15 Zweierteams ein. Diese fuhren auf dem 150 Meter langen Lattenoval satte 144 Stunden und erreichten damit 3865,7 Kilometer. Gewonnen wurde das erste Rennen vom Amerikanischen Duo Jimmy Moran und Floyd MacFarland. Das Rennen war so beliebt, dass es sogar im selben Jahr noch eine zweite Austragung gab.

Die letzten Schweizer, welche ganz oben auf dem Treppchen standen, waren Franco Marvulli und Bruno Risi im Jahr 2008. Auch dieses Jahr steht ein Schweizer Duo beim Profirennen am Start. Franco Marvulli mit Silvan Dillier als Partner wird versuchen gegen die starken Teams den Sieg erneut in die Schweiz zu holen.

Marvulli und Dillier sind aber nicht die einzigen Schweizer. Bei den Stehern sind Mario Birrer und Peter Jörg im Einsatz. Bei den Frauen Andrea Wolfer und beim Nachwuchsrennen starten die Fahrer Dominik Stucki/ Lionel Wüst und Samuel Horstmann mit seinem Deutschen Partner Nico Hesslich.

Damit die Fahrer grösstmöglichen Support von Schweizern erhalten, mache ich mich mit vier Kollegen auf den Weg in die deutsche Bundeshauptstadt Berlin. Wir werden dort die Schweizer Fahrer zu Höchstleistungen motivieren! Weitere Infos und Daten findet ihr hier.

Bilder und Reaktionen werden folgen.
Gruess Dave

Zwischenstand der Sechstagerennen

Nun stehen nur noch 2 Sechstagerennen an, bis die Saison zu Ende geht. Am kommenden Donnerstag wird in Berlin gestartet und am 2. Februar macht Kopenhagen den Abschluss der 6-Day Saison 2011/12.  Aktuell steht die Schweiz ganz gut da. Franco Marvulli führt die Fahrerrangliste nach Punkten an und Silvan Dillier liegt auf Platz 16 (hier). Auch in der Nationenwertung kann man mit dem 3. Zwischenrang ganz zufrieden sein. Die Frage stellt sich nur, ob Marvulli und Dillier in Berlin in der Lage sein werden, diese gute Ausgangslage zu nutzen. Darüber werde ich aber direkt aus Berlin berichten.

Bis bald….
Dave

Alternative Trainingseinheiten

Radfahrer sind es sich gewohnt, lange und endlose Ausdauertrainings zu absolvieren – egal wie kalt und neblig die Umgebung auch ist. Ich als Sprinter bevorzuge eher klimatisch angepasste Umgebungen, weshalb man mich meistens im Fitnesscenter, in einsamen Trainingskellern oder in der Stube antrifft.

Da ich in den letzten Wochen aufgrund der anstehenden Prüfungen an der ZHAW unter enormem Lern-Stress stand, musste ich mir Alternativen ausdenken, wobei meine ganze Kreativität gefragt war.
Dabei habe ich einige kurrligen Sachen ausprobiert. Hier ein Beispiel 😉

Besonders wichtig war für mich, einen optimalen Ausgleich von Kopfarbeit und körperlicher Belastung zu finden. Deshalb teilte ich mir den Tag in mehrere Phasen ein.
Am Morgen – gut ausgeschlafen – setzte ich mich hinter die Bücher und versuchte meinen Kopf möglichst effizient mit theoretischem Wissen zu füttern.
Nach einer kleinen Pause gegen neun Uhr stand eine erste koordinative Herausforderung auf dem Programm. Unter anderem las ich einfache Texte auf dem MFT Gleichgewichtsgerät.
Aufgrund der zusätzlichen Schwierigkeit musste ich noch konzentrierter sein als sonst.

Nach den jeweils köstlichen Mittagessen gönnte ich mir einige Minuten der Erholung und legte mich aufs Ohr. Wie man sieht soll das sehr gut sein, denn bereits als Kind schon habe ich immer ein Mittags-Nickerchen gemacht und bin so gross und stark geworden 😉

Nach dem Power-Nap war ich wieder im Vollbesitz meiner Kräfte und lernte nochmals konsequent, bis nichts mehr ging. Am Montag-, Dienstag- und Donnerstagabend stand jeweils das Konditions-, respektive das Unihockey-Training auf dem Programm. Diese fordern in allen Belangen Höchstleistungen, weshalb ich nach den ganzen Strapazen totmüde ins Bett fiel. Dies war ein kleiner Einblick in meine Prüfungsvorbereitungsphase.

Sportliche Grüsse
Dave

Training in der Sonnenstube der Schweiz

Am Samstagmorgen um 7:30 Uhr war das Auto fertig gepackt, damit vier sonnenhungrige Radfahrer den Tripp nach Locarno antreten konnten. Zusammen mit meiner Freundin Barbara, Bruder Philip und Fabian Graf fuhr ich los Richtung Süden. Da alles rund lief, konnten wir bereits vor dem Mittag die ersten Trainingskilometer mit dem Rad absolivieren. Entlang des Lago Maggiore waren wir nicht die einzigen „Gümeler“, welche die ersten Sonnenstrahlen des Jahres genossen!

Für mich war es eines der ersten längeren Trainings nach den Sixday-Nights. Aus diesem Grund gingen wir das Training eher locker an, da es ja ein Ausdauertraining war. Aber bei diesem Wetter fällt es mir doch immer wieder schwer, mich zu zügeln und „nur“ im Ausdauerbereich die Trainingseinheit zu absolvieren. Gegen Ende des Trainings konnten wir es aber nicht lassen, einen Sprint auf die Ziellinie des GP Brisago zu machen. Dieser hat mich aber noch die letzte Energie gekostet, sodass ich anschliessend im Standgas nach Ascona ans Ufer des Lago Maggiore fuhr, um dort einige Minuten die Aussicht  zu geniessen.

Nach den Italienischen Leckerbissen am Abend, schauen wir bereits wieder nach vorne, um auch den 2. Tag bei herrlichen 12°C voll auskosten zu können.

Mit sonnigen Grüssen
Dave

Sechstagerennen von Rotterdam im Livestream

Auch im 2012 geht es weiter mit den „Zesdaagse van Rotterdam“. Heute Abend wird zur ersten Nacht gestartet. Da bei uns das Wetter nicht gerade einladend ist, um sich draussen aufzuhalten, habe ich mir gedacht, dass ich euch eine Alternative zum SF-Programm poste. Ab 19.00 Uhr könnt Ihr das Sixday aus Rotterdam im Livestream (hier) verfolgen. Weitere Infos findet Ihr auf der offiziellen Website. Aus schweizer Sicht ist auch Franco Marvulli mit dabei. Lasst euch aber auf jeden Fall nicht vom schlechten Wetter runter kriegen und geniesst den Radsport 😉

Gruess Dave