Silber im Keirin

Silber-Medaille

Aus einem engen Vorlauf und einer super Position im Finallauf wurde eine Silbermedaille im Keirin Wettbewerb!

Am letzten Dienstag wurde auf der Offenen Rennbahn in Oerlikon um die Schweizer-Meistertitel im Keirin, dem Ausscheidungsfahren und im 1’000m Zeitfahren gekämpft. Nachdem ich mich bei den Meisterschaften im Sprint mit dem 4. Platz zufriedengeben musste, wollte ich im Keirin die angestrebte Medaille in dieser Saison doch noch gewinnen. Dafür musste ich hart an meiner Form arbeiten mit intensiven Trainingseinheiten oder Wettkämpfen wie in Dudenhofen Ende August.

Mit dieser Vorbereitung stand ich nun am Start des Keirin Vorlaufes. Ich wusste, dass ich mindestens den 3. Rang erreichen musste, um in den grossen Final vorzustossen. Entschlossen positionierte ich mich von Beginn weg vorne und qualifizierte mich mühelos für das Finale um Rang 1-6.

In diesem Finale stand unter anderem auch der Titelverteidiger Tristan Marguet, der mehrfache Saisonsieger Jan Freuler und die endschnellen Gebrüder Jan und Chiron Keller. Deshalb war mir klar, dass ich einen taktisch perfekten Lauf zeigen muss, wollte ich mir eine Medaille sichern!

Wie mir dies gelang, könnt Ihr euch hier selber ansehen:

Es wurde eine Silbermedaille hinter dem Favoriten Marguet! Damit holte ich wirklich alles aus mir raus und zollte anschliessend beim 1’000m entsprechend Tribut. Die Freude über Silber war auf jeden Fall grösser!!!

An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an das Team BE electric FOCUS, speziell an Teammanager Matthias Minder: er glaubte auch während meiner Verletzung fest an mich! Einen grossen Anteil hat auch meine Mutter, welche mir immer zur Seite steht und mich durch die halbe Schweiz kutschiert 🙂

Matthias mit *bigsmile*Blumen für MamaBis bald – Dave

Keirin Galerie

Jedes Mal mit dabei ist auch der unverwüstliche Fotograf Mäke Meier von bikefreaks.ch Er hält die einzigartigen Atmosphäre auf der offenen Rennbahn während der Keirin Schweizermeisterschaft bildlich fest!

 

 

 

Sprint-SM in Aigle

Am 5. und 6. Juni wurden in Aigle die Meistertrikots für die Sprinter und das Omnium des Nachwuchses vergeben. Ich startete mit der 3. schnellsten Zeit in der Qualifikation ins Turnier. Da die Finalläufe bereits ab dem Viertelfinal über 2 Siege ausgefahren wurden, hatte ich am Ende des Tages 7 Läufe absolviert. Damit klassierte ich mich in der Endabrechnung auf dem unglücklichen 4. Platz.

Dazu hier eine Bildergalerie von bikefreaks.ch – herzlichen Dank für die Fotos!

Augusta Raurica Lauf

Kaiseraugst – Beim 55. Augusta Raurica Lauf bin ich heute Nachmittag mit meinem Bruder Pipo am Start gestanden. Zwölf hügelige Kilometer standen ab 13:00 Uhr vor uns. Für mich war dies der erste Lauf, welcher länger als 5 km war. Aber auch die letzten Laufkilometer im Renntempo sind schon einige Jahre her. Nichts desto trotz haben wir uns vorgenommen, die Renndistanz zügig hinter uns zu bringen. Und wie dies bei blutigen Anfängern so ist, haben wir zu beginn etwas übernommen und mussten im Anschluss etwas dafür büssen. Doch wenn man die „Bergpreise“ auf der zweiten Streckenhälfte genauer betrachtet, wären wir auch sonst langsamer geworden 🙂

Mit einer Zeit von 51min 54,2sek für die 12km bin ich zufrieden. Damit Ihr etwas mitfühlen könnt, habe ich den Lauf aufgezeichnet:

 

 

Augusta-Raurica

 

Und mit einigen Impressionen wünsche ich euch einen schönen Abend – Gruess Dave

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Die Leder-Medaille im Sprint

Im Rahmen der Kurzdistanzmeisterschaften standen gestern 7 Läufe innerhalb von 3 Stunden auf dem Programm. Begonnen mit dem 200m-Qualifikationslauf, über die Viertel-, Halb- und Finalläufe. Weiter ging es mit dem Keirin Vorlauf-, Hoffnungs- und Finallauf. Daraus resultierte ein 4. Platz im Sprint und eine Niederlage im Keirin.

Um 18:30 Uhr machte sich der erste von 12 Fahrer auf, die 200m so schnell wie möglich ab zu spulen. Als dritt letzter ging ich auf die Bahn. Mit einer grossen Übersetzung und einem hohen Tempo in der Anfahrt fuhr ich eine Zeit von 11,178 sek und wurde 5. Damit war ich im Sprint-Turnier angekommen und traf auf den Europameister in der Mannschaftsverfolgung Frank Pasche. Mit einem Antritt in der letzten Runde konnte ich Ihn bezwingen und traf im Halbfinale auf Tristan Marguet. Gegen Ihn versuchte ich den Lauf so lange wie möglich zu Verzögern. Titi trat aber früh an und liess mir auf der Zielgerade keine Chance. So musste ich im kleinen Finale um Rang drei gegen Jan Keller antreten. Wie Tristan ist auch Jan ein sehr endschneller Fahrer. Dies versuchte ich mir zu nutzen zu machen, indem ich Ihm die Spitze überlasse und mit einem Sprinterloch einen höheren End Speed erzielen und so gewinne. Leider setzte ich dies zu wenig konsequent um und kam nicht mehr ganz vorbei – Rang 4 im Sprint. Das Keirin-Rennen lief mir leider gar nicht mehr, trotzdem Rang 7. Fotos folgen…

Nun steht nächste Woche die Diplomarbeit im Vordergrund.

Ich möchte mich bei allen tatkräftigen Unterstützern Bedanken und wünsche euch eine schöne Woche Gruess Dave

Sturz im Scratch und die Nacht danach

Gestern Abend um 19:15 Uhr wurde zum Meisterschaftsrennen im Scratch gestartet. Das über 45 Runden führende Rennen wurde von 30 Fahrern in Angriff genommen. Ich hoffte auf ein schnelles Rennen mit einem Massensprint des Feldes, da ich mir dabei die grössten Chancen ausrechnete. Doch was heraus kam, war eine Nacht ohne Schlaf und viel Schmerzen.

Von Beginn weg wurde vom VC Mendrisio, mit den Favoriten Beer und Pasche, ein hohes Tempo angeschlagen. In den ersten 20 Runden konnte ich mich perfekt im Feld verstecken und verbrauchte nicht viele Körner. In der zweiten Hälfte des Rennens wurde die Pace erneut verschärft und es wurde zunehmend schwieriger, sich von den hinteren Positionen nach vorne zu arbeiten. Auch in dieser Phase des Rennens lief es eigentlich noch für mich. Ich positionierte mich im Kreis der Favoriten und bewegte mich konstant im vorderen Drittel inkl. Materialschadendes Feldes, um bei Angriffen reagieren zu können. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel war die Hektik im Peloton extrem spürbar, alle versuchten bei Geschwindigkeiten von über 60km/h noch irgendwo eine Lücke im Windschatten zu finden. Und dann knallt‘s direkt vor mir. Ein Konkurrent verlor das Gleichgewicht, prallte auf die Bahn und die nachfolgenden Fahrer überschlugen sich. Mir blieb keine andere Möglichkeit, als zu versuchen mit einem kleinen Sprung drüber zu springen. Via Cote d’Azur (unterster blauer Bereich auf der Bahn) und Wiese schaffte ich es wieder in Richtung Bahn, da ich nun im rechten Winkel auf die Bahn zufuhr, überschlug ich mich trotzdem.

lediertes BeinEinen kurzen Moment blieb mir die Luft weg, da es ein heftiger Schlag auf die linke Schulter und Hüfte mit anschliessender Rutsch-Partie gab. Bekanntlich schmerzen Stürze immer drei Mal, das 1. Mal beim Sturz, das 2. Mal bei der Reinigung und das 3. Mal im Bett.

So war es auch in meinem Fall. Meine gute Nachtlinke Körperhälfte ist vom Schienbein, über Oberschenkel, Hüfte bis zur Schulter etwas abgeraspelt. Bereits das Duschen und Auswaschen der Wunden war alles andere als ein Vergnügen. Und als ich endlich das Bett erreicht hatte, konnte ich mich alleine fast nicht mehr hinlegen, geschweige denn einschlafen.

Das Rennen wurde übrigens von Tristan Marguet gewonnen – gratuliere Titi!

Nun schaue ich vorwärts und hoffe, dass ich am Donnerstag, 28. August bei der Track Cycling Challenge in Grenchen beim C1 Keirin wieder voll in die Pedalen treten kann (gewinne hier Tickets). Aber spätestens am 16. September bei den Sprint und Keirin Meisterschaften will ich wieder voll angreifen können.

Ps.: hier noch den Beitrag zur Bahn-SM im Sportaktuell

Gruess Dave